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Durch optimal ausgelegte kathodische Korrosionsschutzanlagen werden Einsatz-/Nutzungszeiten von erdverlegten Stahlrohrsystemen über viele Jahre hinaus gesichert.

Streustromkorrosion

Streustromkorrosion

Laut Definition wird unter Streustrom ein Teilstrom verstanden, der unbeabsichtigt aus stromführenden Leitern elektrischer Anlagen in den Erdboden austritt.

Hinsichtlich der nachteiligen Beeinflussung erdverlegter Metallinstallation sind Streuströme, die durch elektrische Gleichstrombahnen (z.B. Straßenbahnen oder U-Bahnen) verursacht werden von besonderer Bedeutung. Schienen sind über die Gleisbettung mit dem Erdreich elektrisch leitend verbunden, so dass ein Teil des in den Fahrschienen zurückfließenden Stroms in den Erdboden entweicht. Durch die Polarität der Bahneinspeisung (Pluspol am Fahrdraht und Minuspol an der Schiene) tritt der Streustrom in der Nähe des Bahnunterwerkes wieder in die Fahrschienen ein.

Auf seinem Weg durch den Erdboden benutzt der Streustrom die dort befindlichen Installationen aus Metall, wie z.B. Stahlbewehrungen, Rohrleitungen und Kabelmäntel. An den Stellen, an denen er aus den genannten Installationen wieder austritt, bewirkt der Streustrom einen Materialabtrag, der sehr schnell zum Korrosionsschaden (Lochfrass) führen kann.

Die messtechnische Erfassung der Streustromaktivität (Bewertungsmaßstab Rohr/Boden-Potential) und deren Beurteilung ist ohne den Einsatz modernster Messtechnik kaum möglich. In Abhängigkeit von den Messergebnissen können, häufig auch miteinander kombiniert, verschiedene Maßnahmen gegen Streustrom- beeinflussungen ergriffen werden:

  • Drainageverbindungen zwischen der Rohrleitung und dem Schienensystem welche den Streustrom auf galvanischem Weg zurückfliessen lassen
  • Kathodische Schutzanlage mit einem potentialgesteuerten Gleichrichter welcher die häufig stark schwankenden Streuströme durch den Schutzstrom entsprechend kompensiert
  • Auftrennung des Leitungsnetzes durch Einbau von Isolierstücken zur Verminderung der Längsleitfähigkeit und als Auftrennung gegen das Erdungssystem zur Verhinderung des Verschleppens der Streuströme über längere Strecken
  • Galvanische Ableitung der Streuströme über Wechselstromableiter und Abgrenzeinheiten